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MIG- und MAG-Schweißen: Sicherheit beim Schweißen

Schweißarbeiten bergen eine Reihe von Gefahren. Daher sollte der Arbeitsschutz für Schweißer immer an erster Stelle stehen. Gefahrenquellen resultieren im Wesentlichen aus den Bereichen Strahlung, elektrischer Strom, Feuer und Dämpfe. Welche Schutzmaßnahmen muss der Anwender ergreifen, um den Arbeitsschutz beim Schweißen zu gewährleisten und somit viele Gefahrenquellen auszuräumen?

Beim Schweißen entstehen schnell Temperaturen von bis zu mehreren Tausend Grad Celsius. „Schon aus diesem Grund muss der Anwender zum Schutz vor Hautverbrennungen oder auch sonstigen gesundheitlichen Gefahren eine geeignete Schutzbekleidung tragen“, erklärt Dr. Dirk Kampffmeyer, Experte für Anwendungstechnik Schweißen & Schneiden bei Messer. Mit welchen Gefahrenquellen muss der Anwender beim Schweißen rechnen?

Gefahrenquelle: Strahlung

Der beim MIG- und MAG-Schweißen entstehende Lichtbogen setzt eine nicht zu unterschätzende starke UV-Strahlung frei. Diese Strahlung kann die Gesundheit der Augen und auch der Haut beeinträchtigen. Bei längerer Exposition können die Augen dauerhaft geschädigt werden.

Schweißer sollten daher für den Strahlenschutz über folgende Schutzausrüstung als Grundausstattung verfügen: Schweißerschutzschild bzw. Schweißerschutzmaske für Kopf und Augen mit Strahlenschutzfilter und mit ausreichendem Seitenschutz gegen seitlich einfallende Strahlung. Wogegen eine einfache Schweißerbrille keinen ausreichenden Schutz für die Haut an Gesicht und Hals bietet. Um den Körper vor Strahlung zu bewahren, muss ein spezieller Schweißerschutzanzug getragen werden.

Da sich die UV- bzw. Infrarotstrahlung weit über den Schweißarbeitsplatz hinaus ausbreiten kann, sollten auch Personen im näheren Umfeld geschützt werden. Dies könnte über Abschirmungen wie beispielsweise Schweißvorhänge oder Schweißschutzwände geschehen. Sollte das nicht umfänglich möglich sein, müssen diese Personen ebenfalls geeignete Schutzkleidung und Ausrüstung tragen.

Gefahrenquelle: elektrischer Strom

Vor allem beim Lichtbogenschweißen werden hohe Stromstärken verwendet. Daher ist auch hier eine entsprechende Schutzausrüstung notwendig, um zum Teil schwere Verletzungen zu vermeiden. In der Regel sind die stromführenden Teile und Leitungen bei Schweißgeräten gut isoliert und der Anwender ist so vor Stromschlägen geschützt.

Trotzdem sollte der Schweißer vor dem Arbeitseinsatz das Schweißgerät als auch die zuführenden Kabel auf Schäden an der Isolierung prüfen. Denn es kann vorkommen, dass die Isolierung der Kabel durch starkes Abknicken oder scharfkantige Gegenstände beschädigt wurde. Für eine Reduzierung der Verletzungsgefahr bei einem Kontakt mit stromführenden Teilen sollte möglichst auf einer isolierenden Matte geschweißt werden.

Damit keine Feuchtigkeit auf dem Boden oder an Kabelführungen in defekte Isolierungen oder Steckverbindungen eindringen kann, empfiehlt es sich, auf trockene Arbeitsplätze zu achten. Denn Flüssigkeiten können Kurzschlüsse auslösen und schwere Unfälle verursachen. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigt ebenso das Risiko von Stromunfällen wie auch nasse, durchgeschwitzte Kleidung.

Gefahrenquelle: Brand und Explosionen

Beim Lichtbogenschweißen kommt es ebenfalls zu einer Funkenbildung. Diese Funken als auch freigesetzte Metallpartikel können Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius erreichen und im ungünstigen Fall die meisten brennbaren Materialien entzünden. Im Vergleich zu anderen Verfahren ist die Flugweite der Funken beim MIG- und MAG-Schweißen allerdings deutlich geringer. Der Funkenflug beschränkt sich in der Regel auf das Feld unterhalb der Schweißstelle.

Brände entstehen meist bei Sanierungsarbeiten ohne einen sorgfältig eingerichteten Schweißplatz. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass freigesetzte Gase sich entzünden oder unter besonderen Bedingungen sogar explodieren können. Zur Vermeidung von Bränden und Explosionen beim Schweißen sollte der Anwender unbedingt auf technische Defekte oder Verschleißerscheinungen bei Gasflaschen, Ventilen, Schläuchen und Kabeln achten.

Gefahrenquelle: Rauchgase

Anwender merken sofort, wenn der Augenschutz beim Schweißen nicht ausreicht, aber die Gefährlichkeit der zusätzlich auftretenden Rauchgase wird meist unterschätzt. „Schweißrauch enthält oft Metalle sowie deren Oxide und auch Fluoride, die zu leichten bis schweren Gesundheitsschädigungen führen können“, so Dr. Dirk Kampffmeyer, Experte für Anwendungstechnik Schweißen & Schneiden bei Messer. „Diese Gase sollten besser nicht eingeatmet werden. Ein geeigneter Atemschutz muss daher unbedingt zur Standardausrüstung eines jeden MIG- und MAG-Schweißers gehören.“ Darüber hinaus sind die durch das Arbeitsschutzgesetz definierten Grenzwerte für bestimmte Rauchschadstoffe zu beachten.

 

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