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Mit UV-C gegen Corona

Ultraviolettes Licht für die Desinfektion zu nutzen, ist eine ebenso elegante wie ressourcenschonende Methode. Mit Hilfe von Messer hat Heraeus ein UV-C-Handheld für die Entkeimung von medizinischen Druckgasbehältern entwickelt.

Wie kann man eigentlich eine Gasflasche oder einen kryogenen Transportbehälter desinfizieren? Diese Frage rückte mit Ausbruch der Corona-Pandemie in den Fokus. Behälter mit medizinischen Gasen sind Umlaufbehälter, die nach Verwendung zur Wiederbefüllung zurückgegeben werden. Kleinere Gebinde werden auch direkt in Krankenzimmern oder beim Patiententransport eingesetzt. Damit stellen sie potenzielle Überträger des Coronavirus dar.

Chemie umständlich und teuer

Der europäische Industriegaseverband, kurz EIGA, hat deshalb im Frühjahr 2020 Richtlinien für die Entkeimung von medizinischen Transportbehältern definiert. Danach kommen mehrere Substanzen als Desinfektionsmittel in Frage. „Diese Stoffe sind aber entweder leicht entzündlich, was in Kombination mit Sauerstoff zu einem erhöhten Brandrisiko führt, oder korrosiv“, erklärt Alexander Kriese, bei Messer verantwortlich für die Hardware zum Vertrieb von Gasen. „Der Umgang mit ihnen ist ziemlich umständlich, teuer oder sogar gefährlich.“

Alexander Kriese hatte sich während des ersten Lockdowns intensiv mit dem Thema beschäftigt und war dabei auf die Desinfektion mit ultraviolettem Licht gestoßen. UV-C-Strahlen werden unter anderem in der Lebensmittelindustrie schon seit langem erfolgreich gegen Keimbefall eingesetzt. Bei dieser Methode werden weder Fremdsubstanzen benötigt, noch gibt es Rückstände. Solange Augen und Haut geschützt sind, gibt es für die Menschen keine Risiken und Nebenwirkungen bei der Handhabung.

Der nächste Schritt führte zum Technologiekonzern Heraeus, der stationäre Desinfektionsanlagen mit UV-C-Technologie herstellt. Diese waren für den Umgang mit Transportbehältern allerdings nicht geeignet. Im Gespräch zwischen den beiden Experten von Messer und Heraeus wurde die Idee für ein mobiles, handgehaltenes Gerät geboren. Die Entwicklung wurde sofort gestartet, der Prototyp nur wenig später bei Messer in Siegen getestet. Inzwischen wird das erste UV-C-Handheld für die industrielle Desinfektion in Serie produziert.

Knappe Sekunde reicht

„Bei fünf Zentimeter Abstand genügt eine knappe Sekunde Bestrahlung“, erklärt Alexander Kriese. „Für die betriebliche Praxis haben wir genaue Routinen definiert und die Mitarbeitenden entsprechend unterwiesen, wie die Transportbehälter mit dem Gerät abzufahren sind, um eine lückenlose und ausreichende Strahlendosis sicherzustellen.“ Die Desinfektion findet in einem abgetrennten Bereich statt, zurückkehrende Behälter werden vorher in einem ausgewiesenen Areal gelagert.

Messer setzt in immer mehr Ländern auf dieses mobile UV-C-Desinfektionssystem zur Entkeimung von Transportbehältern mit medizinischem Sauerstoff. Es ersetzt den wesentlich aufwendigeren chemischen Prozess. Die durch den Vorgang der Entkeimung verursachten Risiken für Mensch und Umwelt werden damit minimiert. Auch die Gefahr einer materiellen Beschädigung von Druckgasbehältern und Zubehör ist praktisch ausgeschlossen.

Das neue Gerät wird inzwischen nicht nur in der Gaseindustrie, sondern zum Beispiel auch in öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt. Wartungstrupps verwenden es dort vor Reparaturarbeiten zum Selbstschutz. Auch für die Desinfektion des Inneren von Mietwagen ist es optimal geeignet. Bei Messer kommen europaweit pro Jahr mehrere hunderttausend Einzeleinsätze zusammen: Fast zehn Prozent der mobilen Druckbehälter sind mit medizinischen Gasen befüllt.

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