Messer Austria

Ihre Gasflasche kaufen, mieten oder leihen?

Geschrieben von Jürgen Steiner | Nov 20, 2018 9:00:00 AM

Egal ob Standardgase Argon, Acetylen, Sauerstoff, CO2, Stickstoff oder Gasgemische; Gase sind aus der modernen Industrie nicht mehr wegzudenken. Industriegase werden in Stahlflaschen transportiert, da diese sehr robust sind und oft mehrere Jahrzehnte genutzt werden können.  

Die Kosten für die Nutzung von Gasflaschen setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Variablen zusammen:


  • die Flasche selbst,

  • der Betrieb der Flasche (Wartung, regelmäßigen Prüfungen, Ventiltausch, …),

  • die Befüllung – also die Kosten für das gewünschte Industriegas

  • sowie etwaige Richtlinien und gesetzliche Auflagen.


Dabei haben sich in der Praxis drei Modelle bewährt – Eigentum, Miet- oder Pfandflaschen. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich das jeweilige System auf Ihren Betrieb auswirkt.

Die eigene Flasche kaufen

Nach dem Kauf erhalten Sie Ihre eigene befüllte Gasflasche, die mit ihrem Firmennamen versehen ist. Dies mag aus kaufmännischer Sicht durchaus sinnvoll und verlockend klingen, doch steckt auch hier der Kostenteufel im Detail. Zu bedenken ist, dass die Flasche bei der Wiederbefüllung für eine gewisse Zeit – meist mehrere Wochen – in der Produktion nicht zur Verfügung steht. Das heißt, dass von vornherein zumindest mit dem Kauf von zwei Gasflaschen kalkuliert werden sollte, um Zwangspausen zu vermeiden.


Da die Gasflasche zum Auffüllen gebracht und dann wieder abgeholt werden muss, sind bei diesem Modell für die Wiederbefüllung immer zwei Fahrten hin und retour nötig, was mitunter auch ins Geld gehen kann. Außerdem sind beim Gasehersteller ein Eigenflaschenzuschlag sowie etwaige Lagergebühren (ab dem 45. Tag nach der Befüllung) zu berappen. Die Gasflaschen müssen aber auch per Gesetz regelmäßig einer TÜV-Prüfung unterzogen werden, wodurch zusätzliche Kosten für Wartung und Instandhaltung anfallen. Außerdem ist ein regelmäßiger Wechsel des Ventils vorgeschrieben.

Das Mieten der Gasflaschen

Der größte Vorteil des Mietsystems ist die Tatsache, dass die leeren Gasflaschen einfach gegen volle ausgetauscht werden und so stets eine nahtlose Produktion gewährleistet ist, respektive keine Wartezeiten für Sie entstehen. Die Mietflasche hat aber auch einige Preisvorteile: So fallen naturgemäß keine Kosten für den Kauf an. Zudem werden bei der Befüllung keine Eigenflaschenzuschläge schlagend. Auch die gesetzliche Überprüfung – und somit die Kosten für die Wartung und den Ventiltausch – übernehmen die Gasehersteller, die in diesem Modell die Eigentümer der Flaschen bleiben.

Wer zusätzlich sparen möchte, kann dies durch längerfristige Mietverträge mit dem Vermieter erreichen. In Fachkreisen wird hier oft vom sogenannten „Abo-Vertrag“ gesprochen, bei dem Sie eine bestimmte Miete für einen definierten Zeitraum zahlen – meistens für ein, zwei, fünf oder 10 Jahre. Auf diese Weise kann der tägliche Mietzins deutlich reduziert werden. Wenn Sie die Flaschen zum Tauschen auch noch selbst zum Gasecenter bringen, fallen auch die Versandkosten zur Gänze weg. Zu bezahlen ist dann lediglich das Produkt der Wiederbefüllung – also das gewünschte Gas.

Beim Mieten ist aber auch zu erwähnen, dass die Gasflaschen ausschließlich bei dem Hersteller wieder befüllt werden können, der sie vermietet.

Pfandflaschen für den kurzfristigen Einsatz

Die Gasflaschen gegen ein Pfand auszuleihen ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Gase nur vorübergehend und nicht langfristig zum Einsatz kommen sollen. In diesem Fall ist weder der Kauf noch das Leihen des Gebindes zweckmäßig. Pfandflaschen erscheinen daher auf den ersten Blick für längeren Gebrauch noch verlockender als Leihflaschen. Doch auch hier fallen bei näherer Betrachtung zusätzliche Kosten an. Neben dem Pfand sind etwa in den meisten Fällen die Kosten für die Befüllung höher, da auch Posten wie die Instandhaltung, die Wartung oder die Abschreibung der Flaschen in den Produktpreis kalkuliert werden. Zudem ist man an ein und denselben Anbieter gebunden.

Fazit GASFLASCHE KAUFEN, MIETEN ODER LEIHEN

Die Entscheidung, welche Variante die jeweils optimale ist, hängt also von einigen Faktoren ab. Sollten Sie nicht sicher sein, welches der einfachste und kostengünstigste Weg zu Ihrer Gasflasche ist, wenden Sie sich einfach an unsere Berater. Gemeinsam finden wir die optimale Lösung für Ihren Betrieb.


Um für Ihre Entscheidung einen optimalen Überblick zu erhalten, laden Sie sich hier die praktische Tabelle herunter.

 

 

Rückruf anfordern

Messer Austria versorgt Sie mit Argon & Schweißgase, Propan, Ballongas und weitere. Für Preisanfragen und nähere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Damit wir Ihre Anfrage an den optimalen Fachberater weiterleiten können, benötigen wir einige Basis-Informationen von Ihnen. Nutzen Sie das folgende Formular wenn Sie einen Rückruf wünschen.