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Schutzgasschweißen: Wie Sie Schweißfehler erkennen und vermeiden

Auch wenn das Schutzgasschweißen an sich unproblematisch ist, so kann doch auch hier das eine oder andere schiefgehen. Wir haben die wichtigsten Fehler zusammengetragen und sagen wie man sie vermeidet.

Problemloses Schutzgasschweißen beginnt bei der Vorbereitung. Und dazu gehört die Wahl des richtigen Schweißdrahtes und vor allem auch die des richtigen Schutzgases. Beides muss zusammenpassen. Bei Schutzgasschweißen unterscheidet man zwei grundsätzliche Verfahren. MIG-Schweißen arbeitet mit einem inerten Gas, das beim Schweißen nicht mit dem Schweißgut reagiert. Es verhält sich passiv. Beim MAG-Schweißen hingegen reagiert das Gas mit dem Schmelzbad und sorgt so beispielsweise für einen tieferen Einbrand.

Aktive Gase erfordern hohe Legierungen

Für Baustahl beispielsweise wird dem Edelgas Argon bis etwa 25 Prozent CO2 beigemischt. Als Alternative lässt sich auch reines CO2 verwenden. Die Nachteile: Spritzer und raue Nähte, dünne Bleche lassen sich nur schwer schweißen. Es gilt: Je aktiver das Gas, desto höher muss die Legierung im Schweißdraht sein. Erkennen lässt sich die Höhe dieser Legierung an der Bezeichnung des Drahtes. So sind bei Praktikern etwa Drähte mit der Bezeichnung G2S11, G3S11 oder G4S11 populär. Die Ziffer hinter dem G gibt die Legierung an. Ein Draht der Spezifikation G3S11 mit 0,8 mm Dicke gilt bei erfahrenen Schweißern als universell und ist praktisch jeder Aufgabe in Sachen Baustahl gewachsen.

Komplexer wird die Aufgabe bei Edelstahl. Hier muss der Schweißdraht exakt zum zu schweißenden Material passen, das Gasgemisch muss entsprechend angepasst werden. Reines Argon beispielsweise funktioniert nicht, der CO2 Anteil darf nicht zu hoch liegen, damit die Legierungsanteile nicht verbrennen.

Draht optimal einspannen

Beim Einstellen des Schweißgerätes sollte man darauf achten, den Schweißdraht nicht zu fest einzuspannen. Brennt der Draht am Stromkontaktrohr fest, muss der Vorschub durchrutschen, sonst spult die Maschine den Draht im inneren ab und erzeugt möglicherweise einen Kurzschluss. Richtig eingestellt lässt sich der Drahtvorschub mit Daumen, Zeige – und Mittelfinger stoppen. Das Schweißgerät hat auch ein Bremse, die sich einstellen lässt. Bei Vorschub auf höchster Stufe muss die Rolle sofort stoppen, wenn der Brennerschalter losgelassen wird.

Fehler beim Schweißen - Bindefehler

Auch beim Schweißen selber kann noch das eine oder andere Malheur passieren. Meist lässt sich das Problem aber schnell lösen, wenn man sich die Schweißnaht genau anschaut.

Bindefehler etwa sind einfach zu erkennen. Es entsteht keine korrekte Verbindung zwischen Schweißgut und Grundwerkstoff. Als Folge wackelt die Verbindung oder bricht gar auseinander. Der Grund könnte in einer falsch eingestellten Schweißleistung liegen. Möglicherweise liegt aber auch ein handwerkliches Problem vor. Zu schnelles Schweißen, nicht mittiges Führen des Lichtbogens oder eine fallende Schweißrichtung können diese Probleme auslösen.

Risse und Verzug

Werkstücke haben eine innere Spannung, die durch das Erhitzen beim Schweißen stark verändert wird. Beim Ausdehnen oder Zusammenziehen können Risse auftreten, die das Werkstück im schlimmsten Fall unbrauchbar machen. Beeinflussen lässt sich das Verhalten in Grenzen über die Schweißleistung, allerdings spielen auch Umgebungsparameter eine Rolle.

Ebenfalls aufgrund der Wärmeentwicklung entsteht der Verzug. Er kann so groß werden, dass das Endmaß des Werkstücks sich signifikant ändert. Dem Verzug lässt sich begegnen, in dem man die Schweißnaht nicht auf einmal zieht, sondern beispielsweise in mehreren Stücken und dabei dem Werkstück Zeit zum Abkühlen gibt. Einen ähnlichen Effekt erhält man, wenn man zwischen Anfang und Ende der Naht abwechselt.

Zu wenig Einbrand

Durchaus ähnliche Gründe können auch zu einem anderen Problembild führen. Füllt die Schweißnaht den Spalt zwischen den Werkstücken nicht aus, dann kann das das auch an zu hoher Schweißgeschwindigkeit oder zu geringer Schweißleistung liegen. Möglicherweise war aber auch die Schweißnaht nicht richtig vorbereitet. In diesem Fall sollte Wurzelöffnung vergrößert werden

Nahtüberhöhung

Eher das Gegenteil von zu wenig Einbrand ist eine Nahtüberhöhung. Es sieht dann aus, als sei bei der Schweißnaht zu viel Material aufgetragen worden. Der Grund ist möglicherweise, dass hier zu langsam geschweißt wurde oder schlicht der Elektrodendurchmesser zu groß ist. Schneller zu schweißen oder einen dünneren Draht zu verwenden kann hier die Lösung bringen.

Unsymmetrie

Ist die Schweißnaht mal dick und mal dünn, dann kann das mit der Schweißtechnik zu tun haben. Möglicherweise ist der Anstellwinkel falsch oder der Lichtbogen zu lang. Ebenfalls ein möglicher Grund: Die eingestellte Schweißleitung ist zu hoch.  Eine Ursache, auf die man vielleicht nicht gleich kommt: die magnetische Lichtbogenblaswirkung. In diesem Fall hilft es, die Masseklemme umzusetzen.

Poröse Naht

Sieht die Schweißnaht aus, als seien dort kleine Partikel eingeschlossen. dann haben sich in der Naht Gase gesammelt, die Verhindern dass die Schmelze zusammenläuft. Daran ist häufig eine schlechte Vorbereitung des Werkstoffes schuld. Ein solches Schweißnaht-Bild können beispielsweise Feuchtigkeit, Verunreinigungen oder nicht entfernte Beschichtungen auslösen. Weiterer möglicher Grund: falsche Schweißparameter oder zu viel oder zu wenig Schutzgas.

Schweißspritzer

Wenn sich neben der Naht kleine Spritzer des Schweißbades finden, dann hat das als Ursache meist ein Einstellungsproblem. So ist möglicherweise die Polarität falsch gewählt oder einer der Schweißparameter falsch reingestellt. Möglicherweise passt aber auch der Zusatzwerkstoff oder das Schutzgas nicht. Eine falsche Zusammensetzung oder mangelnde Qualität können der Grund sein.

Einschlüsse

Sind Fremdkörper in der Schweißnaht zu sehen, dann ist Vorsicht geboten. Sie können die Schweißstelle nachhaltig schwächen. Ein Entfernen aus der erstarrten Naht ist leider nur schwer möglich. Diese Fremdkörper können Schlacke, Oxid-Beläge oder auch Späne aus der Werkstatt sein. Sauberes Arbeiten ist also wichtig. Treten die Einschlüsse gehäuft auf, dann kann das auch an einer zu geringen Schweißleitung liegen oder daran, dass zu wenig Schutzgas verwendet wurde.  Auch vorlaufende Schlacke kann die Ursache sein. Im letzteren Fall sollte der Lichtbogen mehr in Richtung des Schweißbades gehalten werden. Dann klappt es auch mit der Naht.

Fazit Schweißfehler erkennen und vermeiden

Auch wenn Schutzgasschweißen einfach ist, können auch hier Probleme auftreten. Fast alle sind aber mit geeigneten Gegenmaßnahmen schnell in den Griff zu kommen.

 

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