false

HERZLICH WILLKOMMEN IM ONLINE-MAGAZIN VON MESSER AUSTRIA

Hier erfahren Sie regelmäßig mehr über nützliche Themen rund um unsere Produkte. Am einfachsten ist es, am Ball zu bleiben, wenn Sie unseren Blog abonnieren.

Übersicht Downloads LP

Unsere neuesten Blogbeiträge

Spezifikation von Gasgemischen: Toleranz und Unsicherheit

Für den Betrieb von empfindlichen Analysegeräten in der Qualitätssicherung, Sicherheitstechnik, Emissions- oder Umweltüberwachung werden an Gasgemische höchste Anforderungen gestellt. Dafür bietet Messer individuelle Gasgemische an, um eine sachgerechte und zuverlässige Kalibrierung von Analysegeräten zu ermöglichen.

Die Zusammensetzung eines Gasgemisches ist durch den Gehalt der verschiedenen Komponenten in einem Trägergas definiert. Wobei die Gehaltsangabe in verschiedenen Einheiten erfolgen kann. Häufig wird dafür der Stoffmengenanteil verwendet, da diese Einheit druck- und temperaturunabhängig ist. Aber auch der Volumenanteil und die Massenkonzentration sind in der Praxis weit verbreitet.

Druck- und temperaturabhängige Einheiten beziehen sich in der Regel auf den Normzustand bei 0 °C und 1013 mbar. Einheitensysteme lassen sich je nach Bedarf in ein anderes System umrechnen. Dafür verwendet Messer Programme auf der Grundlage der ISO 14912 (Gasanalyse – Umrechnung von Zusammensetzungsangaben für Gasgemische).

In der Frage der Herstellbarkeit eines Gasgemischs muss eine Reihe von – unter Umständen einschränkenden - chemischen, physikalischen und sicherheitstechnischen Aspekten berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass beispielsweise Gasgemische mit oxidierenden und brennbaren Komponenten nur in bestimmten Grenzen zu produzieren sind.

Jedes erstmalig hergestellte Gasgemisch wird von einem erfahrenen Expertenteam von Messer nicht nur systematisch durchgeprüft, sondern es legt alle relevanten Verfahrensparameter im Detail fest. Für die Berechnung bzw. Spezifikation von Gasgemischen kommt ein speziell zu diesem Zweck entwickeltes thermodynamisches Softwarepaket zum Einsatz.

Toleranz, Unsicherheit und Stabilitätsdauer von Gasgemischen

 

P2C2_Toleranz_DE

Die Herstell-Toleranz bei Gasgemischen gibt die maximal zulässige Abweichung des tatsächlichen Gehalts (Ist-Wert) einer Komponente vom geforderten Gehalt (Soll-Wert) vor. Verfahrensbedingt liegt die Toleranz üblicherweise bei 5 Prozent bis 10 Prozent (relativ), je nach Gehalt, Art und Anzahl der Komponenten.
Hier ist zu beachten, dass der Ist-Gehalt einer Komponente nur mit einer gewissen Unsicherheit angegeben werden kann. Messer vermerkt auf den Zertifikaten stets die sogenannte „erweiterte Unsicherheit“ mit dem Erweiterungsfaktor k=2. Das bedeutet, dass der wahre Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent im angegebenen Intervall liegt.

Die Stabilitätsdauer gibt den Zeitraum ab Herstelldatum an, für den die Angabe des Ist-Wertes im Analysenzertifikat gilt. Kommen Gasgemische beispielsweise zur Kalibrierung von Messgeräten zum Einsatz, so reicht der Inhalt eines Druckgasbehälters oftmals viele Monate. In der Regel erstreckt sich dieser Zeitraum auf 12 Monate, wobei auch längere Stabilitätszeiträume für viele Gasgemische möglich sind (Longlife-Option).

In diesem Zusammenhang kommt der Innenbehandlung von Druckgasbehältern eine hohe Bedeutung zu. Nur eine sehr aufwändige und konsequente Behältervorbehandlung mit umfangreichen Spül- und Evakuierzyklen bei erhöhter Temperatur sowie geeigneten Konditionierungsschritten erlauben die Herstellung stabiler Gasgemische.

Messer verfolgt ein strenges Qualitäts-Managementsystem, um die Herstellung von Gasgemischen mit höchsten Qualitätsstandards für seine Kunden zu gewährleisten.

 

 

Rückruf anfordern

Messer Austria versorgt Sie mit Argon & Schweißgase, Propan, Ballongas und weitere. Für Preisanfragen und nähere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Damit wir Ihre Anfrage an den optimalen Fachberater weiterleiten können, benötigen wir einige Basis-Informationen von Ihnen. Nutzen Sie das folgende Formular, wenn Sie einen Rückruf wünschen.